Tierhaltung

Mit Tierhaltung sind auf dem Gut Ogrosen vor allem die ca. 120 Milchkühen und deren weibliche Nachzucht gemeint. Wir halten die Rasse „Deutsches schwarzes Niederungsrind“ (DSN) – eine vom Aussterben bedrohte Haustierrasse, von denen es zurzeit bundesweit nur noch etwa 3000 Tiere gibt.

Milchkühe auf der Sommerweide

Das Gut Ogrosen wird nach den Kriterien des Bio-Anbauverbandes Verbund Ökohöfe Nordost e.V. bewirtschaftet. Das bedeutet für die Kühe u.a. dass sie im Sommerhalbjahr regelmäßig Weidegang bekommen und dass im Winter eine Laufstallhaltung auf Stroh realisiert wird. Die Tiere können sich dabei im Laufstall zwischen den Bereichen Fressstall, Laufhof und dem mit Stroh ausgestreuten Liegestall frei bewegen. Gefüttert werden unsere Kühe saisonabhängig mit Klee-Luzerne-Gras, Heu und etwas hofeigenem Getreide  im Sommer bzw. Heu, Silage und etwas hofeigenem Getreide sowie bei Bedarf Erbsen-Lupinenmehl zur Eiweißversorgung im Winter. Zur Gesunderhaltung der Milchkühe tragen neben den guten Haltungsbedingungen und dem hohen Rauhfutteranteil auch die moderaten Milchleistung sowie die Verfütterung des Milchsäureprodukt Kanne Fermentgetreide bei.  Präventiv wie kurativ werden die Kühe mit homöopathische Mitteln behandelt.

Durch zwei Zuchtbullen erfolgt die komplette Nachzucht (im sog. „Natursprung“) bei uns auf dem Gut – eine künstliche Besamung wird nicht durchgeführt. Die Kälber bleiben bis zwei Tage nach der Geburt bei ihren Müttern, ehe sie getrennt von ihnen im Kälberstall mit Kuhmilch aufgezogen werden. Die Milchkühe werden ab diesem Zeitpunkt zweimal täglich (morgens und am frühen Abend) gemolken und geben durchschnittlich je ca. 5000l Milch im Jahr. Der Hauptteil dieser Milch (täglich ca. 1300l) wird an die regionale, bio-zertifizierte Gläserne Molkerei in Münchehofe geliefert.  Etwa 15% der Milch verarbeiten wir in der hofeigenen Käserei zu handwerklichen Käseprodukte.

Die weiblichen Kälber werden auf dem Gut Ogrosen großgezogen und bei Eignung ebenfalls wieder als Milchkuh eingesetzt bzw. liefern anderenfalls das Fleisch für den Hofladen.

Bulle bei "seinen Damen"
junges Kälbchen

Neben den Rindern halten wir auch noch etwa 30 Schweine einer Gebrauchskreuzung aus mehreren Rassen. Da wir selbst keine Zuchtsauen und Eber haben, kaufen wir diese als Ferkel von einem Bio-Freilandschweine Hof zu. Sie leben bei uns in einem mit Stroh eingestreuten Offenstall und bekommen hofeigenes Getreide, Molke (die bei der Käseproduktion in der Käserei anfällt), Grünfutter und Silage. Wenn sie groß genug sind, werden sie geschlachtet, so dass wir Fleisch und Wurst im Hofladen anbieten können.

Schweine im Offenstall
Schweine im Auslauf