Wir bewirtschaften insgesamt 380 ha (1 ha = 10.000m2) Acker und Weiden, wobei alle anfallenden Arbeiten auf den Feldern von Mitarbeitern des Gut Ogrosen selbst ausgeführt werden.

Etwa die Hälfte der Fläche wird für die Versorgung der Rinder benötigt, die vor allem von den Luzerne-Klee-Gras-Weiden (insgesamt ca. 140ha) versorgt werden. Auf weiteren ca. 50ha werden die Futtermittel für die Rinder angebaut.

Auf den Feldern bauen wir Weizen, Roggen, Triticale (= Kreuzung aus Weizen und Roggen), Hafer, Hirse, Buchweizen, Sonnenblumen und etwas Lein an. Die geerntete Triticale und die Haferkörner dienen in erster Linie als Futter für die Rinder und Schweine, wohingegen Roggen, Weizen, Hirse, Buchweizen, Sonnenblumen für die menschliche Ernährung produziert werden und an Mühlen und Bäcker u.a. aus der Region verkauft wie z.B. Märkisch Landbrot in Berlin und die Spreewälder Hirsemühle in Kolkwitz.  Den Lein werden wir ab diesem Jahr auf dem Hof zu Leinöl pressen – dem für den Spreewald typischen Öl.

Für die Trocknung, Säuberung und anschließende Lagerung des Getreides wurde eigens eine Scheune hergerichtet, die noch zusätzliche Lagerkapazitäten für Getreide anderer Bio-Landwirte bereithält. Das beim Getreideanbau anfallende Stroh ernten wir ebenfalls komplett und verwenden es als Einstreu für die Tiere.

Da im ökologischen Landbau auf chemisch-synthetische Düngemittel verzichtet wird, werden unsere Felder, insbesondere vor dem Anbau anspruchsvoller Pflanzen wie Weizen und Sonnenblumen, mit Mistkompost gedüngt. Um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, kommt der Feldfutterpflanze Klee-Luzerne-Gras eine große Bedeutung zu. Sowohl Klee als auch Luzerne sind als Vertreter der Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchte (= Leguminosen) und der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (dazu zählen auch Erbse, Bohnen, Erdnuss, Linse) in der Lage über die Symbiose mit bestimmten Bakterien an den Wurzeln (sog. Knöllchenbakterien oder Rhizobien) Luftstickstoff zu binden. Werden die Wurzeln im Boden gelassen und durch die Mikroorganismen zersetzt, so wird der Stickstoff für die anschließend angebauten Pflanzen verfügbar und dient als Pflanzennährstoff. Die Bodenfruchtbarkeit wird zudem erhöht, indem der Boden während des Anbaus des Klee-Luzerne-Gras ruht und ein Großteil der von den Pflanzen produzierten Masse (Wurzel und Spross) im Boden gelassen und dort dann durch Bodenorganismen zersetzt wird.

Eine weitere Besonderheit ist die Behandlung der Felder und des Mistkomposts mit biologisch-dynamischen Präparaten, die mit homöopathischen Mitteln im menschlichen bzw. tierischen Bereich  vergleichbar sind sowie die Verwendung des Produktes Kanne Fermentgetreide als Rottebeschleuniger für Mist und Gülle.